Salesianer Don Boscos feierten Professjubiläen im Kloster Ensdorf

Veröffentlicht am: 18. August 2026

Für die Salesianer Don Boscos hat Mariä Himmelfahrt eine besondere Bedeutung. Traditionell legten die Novizen an diesem Tag ihre ersten Gelübde ab. Deshalb versammeln sich jedes Jahr am 15. August zahlreiche Ordensmitglieder im Kloster Ensdorf, das über viele Jahrzehnte Ausbildungsstätte des Ordens war, um gemeinsam ihre Professjubiläen zu feiern.

In diesem Jahr feierten sechs Salesianer Don Boscos ein Jubiläum.

Immer wieder „Ja“ zur Berufung im Dienst Gottes

Es ist Brauch, an Mariä Himmelfahrt kunstvoll gebundene Kräutersträuße zu weihen – ein Zeichen für Maria, die als schönste Blume in Gottes Garten verehrt wird. In ihr zeigt sich beispielhaft, was es bedeutet, die eigene Berufung immer wieder neu anzunehmen. „Maria hat immer wieder ‚Ja‘ zu ihrer Berufung durch Gott gesagt“, erklärt P. Reinhard Gesing, Provinzial des Ordens in Deutschland. „Auch als es schwer wurde, hielt sie an ihrem ‚Ja‘ zum Willen Gottes fest.“

Dieses beständige Ja zur eigenen Berufung prägt auch das Leben der Ordensbrüder. P. Gesing ermutigt sie deshalb in seiner Predigt, dankbar auf das zurückzublicken, was ihnen auf ihrem Weg gelungen ist, und zugleich offen zu bleiben für das, was Gott ihnen weiterhin anvertraut: „Blühe, wo du gepflanzt bist – wie Maria, der heilige Don Bosco oder der heilige Franz von Sales.“

Ein solches treues und über viele Jahre gelebtes Ja zur Berufung wird an diesem Tag in besonderer Weise sichtbar: Mit der Feier des Professjubiläums würdigt die Ordensgemeinschaft Menschen, die sich über Jahrzehnte hinweg in den Dienst Gottes und ihrer Mitmenschen gestellt haben. 50-jähriges Jubiläum feierten P. Josef Knupp aus Beromünster und Br. Johannes Schlüter aus Straubing. Seit 40 Jahren sind P. Norbert Schützner, P. Hans Kastl und P. Heinz Menz aus Benediktbeuern und P. Albert Krottenthaler aus Chemnitz als Salesianer Don Boscos im Einsatz für junge Menschen.

Im Anschluss erneuerten die Jubilare ihr Ordensgelübde und bekräftigten damit erneut ihr persönliches Ja zu ihrer Berufung.

Text und Foto: Mona Stangl