Umweltstation und Werkhof Amberg-Sulzbach engagieren sich für Artenschutz

17.02.2020


Eine Maßnahme des Werkhofs Amberg-Sulzbach konnte für ein Artenschutzprojekt der Umweltstation gewonnen werden: Die Mitarbeiter einer „Arbeitsgelegenheit“ des Werkhofs Amberg-Sulzbach (1€-Jobber) bauen Nistkastensysteme für Vögel und Insekten.

Im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern wurde von erfahrenen Vogelschützern das Nistkastensystem „Benediktbeurer Vario“ entwickelt. Das als Gebrauchsmuster geschützte „passerdomo-Nistkastensystem“ beruht auf der Grundidee, den Nistkasten für verschiedene Höhlenbewohner einsetzen zu können. Der Kasten bleibt immer der Gleiche, die Vorderwand kann nach den zu erwarteten Tieren ausgewählt werden. Mittlerweile stehen sechs verschiedene Vorderwände zur Verfügung, gestaffelt nach der Größe oder Form des Einfluglochs für Meisen, Star, Halbhöhlenbrüter und Co., aber auch für Fledermäuse und Insekten. Ohne eingesetzte Vorderwand finden andere Nestbauer eine Wohnmöglichkeit oder man setzt den Nistkasten im Winter als Futterhäuschen ein. Und – zum Reinigen wird die Vorderwand ohne Werkzeug einfach ausgehängt.

Gefertigt wird das „Passerdomo“ aus heimischen sägerauhen Nadelhölzern, damit auch Nage-Insekten wie Wildbienen, Wespen und Hornissen noch etwas zum Nestbau vorfinden.

Die Mitarbeiter des Werkhofs haben im Werkraum des Klosters unter der Anleitung von Robert Aufleger mittlerweile über 30 Nistkastensysteme zusammen gebaut. Die nächste Serie wird als Bausatz vorbereitet, den die jugendlichen Besucher der Ökoerlebnistage als Schlechtwetterprogramm oder zu Hause selber zusammenbauen können. Geplant ist, dass das Nistkastensystem künftig auch im Klosterladen zu haben ist.

Veröffentlicht in Wissenswertes aus dem Kloster