Orgel in der Hauskapelle dank Spende renoviert

18.08.2020


Dank einer großzügigen Spende von Dr. Heio Steffens konnte im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Salesianer Don Boscos in Ensdorf“ die Orgel in der Hauskapelle des Klosters renoviert werden. „Musik erhebt unsere Seele zu Gott und hilft uns dabei, unsere Menschlichkeit zu entfalten“, betonte P. Ulrich Schrapp, Direktor des Klosters Ensdorf, in der Vesper zur Orgelweihe. Im Anschluss daran ließ Bernhard Müllers, Regionalkantor der Region Amberg-Sulzbach, die rund 1.200 Pfeifen des Instruments bei einem ersten Konzert erklingen.

Anfang dieses Jahres wurde die Reiser-Orgel in der Hauskapelle des Klosters von Grund auf saniert. Im Zuge der Arbeiten an der Orgel in der Pfarrkirche hat Orgelbaumeister Rainer Kilbert aus Lappersdorf auch das Instrument in der Hauskapelle inspiziert. Die Orgel der Fa. Albert Reiser aus Biberach ist größer als die in der Pfarrkirche St. Jakobus. Allerdings war der Zustand desolat. Es mussten ca. 900 Ventilklappen erneuert werden, die Pfeifen und der Spieltisch waren zu reinigen, der Balg musste erneuert werden und der Motor erforderte eine Wartung und Schalldämmung.
Damit verbunden waren umfangreiche Arbeiten an Pfeifenwerk, Spieltisch und Windanlage. Ein Register wurde ausgetauscht und wieder auf das Original zurückgeführt. Am Ende standen eine gründliche Intonation und die Abstimmung der Mixturen sowie eine temperierte Generalstimmung des ganzen Instruments.
Nach Abschluss der Arbeiten zeigte sich Sponsor Dr. Haio Steffens begeistert vom Ergebnis der mehrwöchigen Arbeiten und brachte gegenüber Direktor P. Ulrich Schrapp seinen Wunsch zum Ausdruck, dass die Orgel dazu beiträgt, dass die Gottesdienste und Gebetszeiten in der Hauskapelle wieder einen würdigen Rahmen bekommen. Auch kleinere Konzerte sind durchaus denkbar. Wegen der virusbedingten Einschränkungen der letzten Monate fand die Übergabe des Instruments erst jetzt statt und ist Bestandteil der Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr „100 Jahre Salesianer Don Boscos in Ensdorf“.

Bernhard Müllers zeigte in seinem etwa 30-minütigen Konzert, was die Orgel in sich hat. Das Programm beinhaltete neben Georg Friedrich Händels „Der Kuckuck un die Nachtigall“ auch Literatur späterer Epochen. Nach der verspielten Imitation einer Drehorgel in der Sortie von Lefébure-Wély kam die Suite von William Ralph Drifill mit majestätischeren Tönen daher und erfüllte nicht nur die Kapelle, sondern auch die Herzen der Zuhörer.

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