Mit jugendlicher Energie die Coronazeit überbrücken

27.10.2020


Daniel Neuburger ist neuer Leiter im Bildungshaus Kloster Ensdorf

Das Bildungshaus Kloster Ensdorf hat einen neuen Leiter: Daniel Neuburger. Er ist Nachfolger von P. Christian Liebenstein und der erste „Weltliche“ in dieser Position. Seine Aufgabe wird es sein, das Bildungshaus so auszurichten, dass es den Erfordernissen einer modernen und zukunftsweisenden Jugendarbeit gerecht wird. Und das in schwierigen Zeiten – denn wegen der Corona-Pandemie sind mehrtägige Schulfahrten, die normalerweise das meiste Leben in das Bildungshaus bringen, noch immer nicht möglich, so dass es derzeit ungewöhnlich ruhig zugeht.
„Am meisten bin ich zurzeit damit beschäftigt, Anfragen und Stornierungen zu verwalten und unser Hygienekonzept immer wieder nach den neuesten Vorgaben zu überarbeiten“, sagt Daniel Neuburger. Vorgenommen hat er sich aber natürlich viel mehr: zum Beispiel die Präsenz in den sozialen Medien auszubauen, neue Angebote zu Demokratiebildung und religiöser Erwachsenenbildung zu schaffen und weitere Schritte im Bereich Nachhaltigkeit zu gehen. Eine Menge jugendliche Energie, aber auch schon einige Erfahrung im Bildungsbereich bringt der 32-Jährige dafür jedenfalls mit: Während seines Theologiestudiums in Regensburg hat er die Arbeit der Salesianer Don Boscos kennengelernt, weil er neben dem dortigen Don Bosco Zentrum gewohnt hat. Nach dem Studium arbeitete er zunächst an der Universität Regensburg, später an der Deutschen Angestellten-Akademie in Kelheim. Berufsbegleitend hat er seinen Master in Caritaswissenschaften gemacht.
Seit September ist Daniel Neuburger nun im Kloster Ensdorf angestellt. Als Leiter für das Bildungshaus hat er sich beworben, weil ihn die Vielseitigkeit und die Gestaltungsmöglichkeiten einer Führungsposition gereizt haben. Und weil er seine Leidenschaft für Theologie und für die Bildungsarbeit mit jungen Menschen hier zusammenbringen kann.

Zunächst aber gilt es die Corona-Zeit zu überbrücken: Damit wenigstens ein bisschen Jugendbildung stattfinden kann, haben Daniel Neuburger und sein Team Konzepte für eintägige Angebote erarbeitet, die im Kloster Ensdorf oder vor Ort in den Schulen stattfinden können. Außerdem will der neue Einrichtungsleiter die ruhige Zeit im Haus für Renovierungsarbeiten nutzen. Im Spielesaal zum Beispiel dürfen Volontäre zusammen mit einem Graffiti-Künstler die Wände neu gestalten. „Solche Maßnahmen sind bei laufendem Betrieb nur schwer möglich, also müssen wir die Gelegenheit nutzen“, sagt Neuburger. Für ihn persönlich bedeutete die Corona bedingte Ruhepause auch, dass er mit einem Teil seiner Arbeitszeit das Don Bosco Zentrum in Regensburg unterstützt und dass er seine Mitarbeiter in Ruhe kennenlernen konnte. Sein Fazit: „Es gibt viele Leute hier im Haus, die sich wahnsinnig engagieren und tolle Ideen haben. Ich freue mich darauf, das Bildungshaus mit ihnen zusammen weiterzuentwickeln.“ Am meisten freut er sich aber zunächst einmal auf die Zeit nach Corona, wenn das Haus endlich wieder voll sein und vor Leben sprühen darf.

Text und Foto: Claudia Klinger

Veröffentlicht in Wissenswertes aus dem Kloster