Grüne Kapelle

Zeitraum

2004

Inhalte

Darunter ist ein Meditations- und Gebetsraum unter freiem Himmel zu verstehen.
Die Anlage, Ausrichtung und Gestaltung berücksichtigen die vier Elemente. Als eine Oase der Ruhe lädt die „Grüne Kapelle“ die Gruppen des Bildungshauses, der Pfarrei, Wallfahrer und Wanderer zum Verweilen und Meditieren ein.
Die „Grüne Kapelle“ befindet sich an der der bestehenden Klostermauer (hinter der Mariengrotte), die von Putz befreit wurde und als Bruchsteinmauer erhalten bleibt. Die vorhandene Vegetation wurde zum Teil entfernt, der Boden entsiegelt und für die spätere Nutzung vorbereitet. Anschließend wurden Weidenstecklinge gepflanzt und passende Sitzgelegen­heiten eingebracht.

Erde findet sich in verschiedenen Steinen und als Grundlage für die Pflanzen wieder. Eine Bruchstein(klage)mauer, eine Trockenmauer und Sitzsteine zeugen von Verschiedenheit in Aussehen, Größe und Konsistenz.
Wasser sprudelt ruhig aus dem zentralen Quellstein. Als Quell des Lebens steht es im Mittelpunkt. Der Quellstein ist auch als Altarstein zu verwenden.
Feuer kann in der Feuerschale zum Himmel empor steigen oder in Form einer Photovoltaikzelle, technisch gebunden, das Feuer der Sonne nutzbar machen.
Die Luft spürt man durch den Wind, der durch die Blätter streicht und die bunt bemalten Fahnen bewegt.

Effekte

Die Zielgruppen der religiösen Bildungsarbeit können mit den herkömmlichen Methoden der kirchlichen Jugendarbeit nur noch schwer begeistert werden. Eine gute Möglichkeit, junge Menschen an die Sinnfrage heranzuführen, ist die Schöpfung und damit die Umweltpädagogik. Pflanzen, Tiere und deren komplexe ökologische Abhängigkeiten und Zuordnungen, das Entstehen und die Endlichkeit von Leben können auf diese Art und Weise sehr gut begreiflich und nachvollziehbar gemacht werden. Die rena­turierten Flächen und die Ausstattung der „Grünen Kapelle“ mit passenden Pflanzen, dem rustikalen Kreuz und die Symbolik (Gestaltungs)Elemente tun ein Übriges.