Bomben zu Friedensglocken

Zeitraum

2012

Inhalte

Das Kloster Ensdorf hatte im Zuge des Themas "Gewaltprävention" das Projekt „Friedens­glocken“ angeregt. Immer wieder geschah es in Kriegszeiten, dass Kirchenglocken eingeschmolzen und zu Kriegswaffen wurden.
Wir haben nun nach dem Vorbild der Oase Steinerkirchen den umgekehrten Weg eingeschlagen. Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg wurden zu Glocken umgestaltet und erhalten eine neue Symbolik.
In Zusammenarbeit mit dem Beruflichen Schulzentrum Schwandorf wurden die Bombenreste restauriert. Eine europaweite Wirkung erhält die Aktion durch das Schulentwicklungsprojekt „Rechte Gewalt und ihre Prävention“. So hängen ähnliche Friedensglocken an der Berufsschule in Schwandorf, an der Landesberufsschule für das Gastgewerbe "Savoy" in Meran (Italien) und in der tschechischen Partnerschule der Berufsschule, dem Gymnasium Sokolov (Tschechien).
Seit 14. März 2012 haben zwei Friedensglocken im Park des Klosters Ensdorf einen gebührenden Platz erhalten.

Effekte

Schlägt man eine Glocke an, wird sie in Schwingungen gebracht und sendet Wellen aus, die wahrnehmbar sind. Ebenso ist es in der Begegnung von Menschen. Nur wenn man offen ist für die Schwingungen, die von anderen ausgehen, sie an sich heran lässt, um seine eigene Seele davon in Schwingung bringen zu lassen, wird man in Beziehung zu den Mitmenschen treten können. Erst auf diese Weise ist es möglich, Vorurteile und Missverständnisse zu überwinden und einer Kultur des Miteinanders Raum zu geben.

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