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Schrei nach Stille: ein ungewöhnliches Adventskonzert

Veröffentlicht am: 28. November 2022

Mit einen Konzert in der Ensdorfer Pfarrkirche St. Jakobus wurde auch in diesem Jahr der Ensdorfer Klosteradvent eröffnet. Diesmal war es kein Adventskonzert mit traditionellen bayerischen Liedern, sondern eine thematische Stunde, die mit „Schrei nach Stille“ überschrieben war. Der Altarraum war in blaues Licht getaucht als die Gruppe "Creazione Unisono" mit einem Instrumentalstück die Stille zerriss. Das musikalische Programm trug der Sehnsucht der Menschen nach Ruhe in der Adventszeit Rechnung. „Kann sein, dass uns was völlig andres blüht. Ein Weihnachtsfest nicht nur für das Gemüt“ hieß es dann auch im ersten Lied.

Internationale Musikauswahl mit künstlerischer Finesse

Zu hören war der Coventry Carol aus dem England des 16. Jahrhunderts in einer modernen Fassung. Schon hier konnte man die Vielfältigkeit der Musiker und der Sängerin erahnen: die von Cyrus Saleki filigran gespielte Akustikgitarre bildete das Fundament, auf dem Bernhard Müllers mit dem Akkordeon und Johannes Doleschal mit Saxophon eine entrückte Stimmung zu zaubern vermochten, bevor Monika Bundschuh und Jürgen Zach die altenglischen Texte perfekt darüber setzten.

Auch die Zuhörer trugen dazu bei, diese „Inseln der Stille“ auszukosten und vermieden es tunlichst, zwischen den Liedern zu applaudieren. Wohl auch deshalb, weil immer wieder die gut gewählten Texte und Gebete den Abend zu einem Meditationskonzert werden ließen. „Il et né le divin enfant“ aus Frankreich, „Shtil, di Nakht iz oysgeshternt“ – ein Instrumtal aus Israel, „E nato un Re“ aus Italien und „Nu tädas tusen julejus“ aus Schweden zeugten von der Internationalität der Musikauswahl und der sprachlichen Vielfalt; und immer in wohltuend anderen Arrangements und mit künstlerischer Finesse.

Spende für "Kinder brauchen ein Zuhause"

Dazwischen ließ die Gruppe Maria in einer jazzigen Version „… durch den Dornwald“ gehen, brachte abgewandelt den Andachtsjodler zu Gehör und stimmte mit weiteren Neuen Geistlichen Weihnachtsliedern auf die kommenden Wochen ein. Dass dies in besonders guter Weise angekommen ist, zeigte auch der langanhaltende Applaus und der gute Spendenerlös, der an die Stiftung „Kinder brauchen ein Zuhause“ geht. Im Anschluss an das Konzert gab es im kleinen Klosterinnenhof noch Glühwein.

Foto: Hans Babl