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P. Willibald J. Pietsch SDB gestorben

Veröffentlicht am: 19. August 2021

Gott, der Herr, hat am 7. August 2021 unseren Mitbruder

 

P. Willibald J. Pietsch SDB

 

nach einem langen und erfüllten Leben zu sich in seine ewige Herrlichkeit gerufen.

 

Willibald Josef Pietsch wurde im Februar 1929 in Grenzeck (ehem. Tschechoslowakei) geboren. Dortbesuchte er die Volksschule und die Kaufmännische Handelsschule. Im Mai 1945 flüchtete die Familie in das Gebiet der damaligen Tschechoslowakei. Dort arbeitete er in einer Textilfabrik. Von 1948 bis 1954 besuchte er das Spätberufenengymnasium in Türmitz-Aussig, das 1950 von den Kommunisten aufgelöst und dann geheim weitergeführt wurde. Im April 1950 wurden alle Klöster und ihre Einrichtungen aufgelöst und die Ordensleute in Internierungslager gebracht. Willibald zum Talsperrenbau zwangsverpflichtet.

Das geistliche Leben und der Kontakt zur Kirche mussten in dieser Zeit im Geheimen erfolgen. Es war immer mit der Gefahr verbunden, entdeckt oder verraten zu werden. In dieser schweren Zeit seines Lebens lernte er Salesianer Don Boscos kennen, machte 1956/57sein Noviziat und legte am 12. September 1960 seine ewigen Gelübde ab. Er studierte im Geheimen Philosophie und Theologie, wurde 1961 zum Priester geweiht und wanderte 1964 auf Anraten eines Mitbruders nach Deutschland aus. In Benediktbeuern schloss er das Theologiestudium ab und wirkte in der Folge an verschiedenen Orten in Süddeutschland: 1965 bis 1968 Erzieher im Josefsheim Bamberg, 1968 bis 1969 Mannheim und Memmingen, 1969 bis 1980 Verwaltungsleiter in Würzburg und Bad Neustadt, 1980 bis 1983 Leiter der Jugendherberge Benediktbeuern, 1983 bis 1993 Wirtschaftsleiter in Buxheim, 1993 bis 2013 Seelsorger in Heimertingen, 2013 bis 2019 Ruhestand in Buxheim, 2019 bis 7. August 2021 Ruhestand in Ensdorf.

Für Willi, wie er von allen genannt wurde, war der Ordensgehorsam ein wesentliches Element. Wo er gebraucht wurde, tat er seinen Dienst.

Zum Beginn des Jahres 2021 ließ seine Gesundheit stark nach. Aufenthalte im Krankenhaus und im Seniorenheim brachten keine Besserung. Und so bereitete er sich ganz bewusst auf das Sterben und den Heimgang zu Gott vor. Bei einem der letzten Besuche sagte er: „Ich denke, es ist genug!“ Und so ist er am 7. August vormittags friedlich zu Gott heimgegangen.