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Gemeindliche Jugendpflege neu aufgestellt

Veröffentlicht am: 02. Februar 2022

Dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche sich in ihrer Heimat wohlfühlen, dass sie gehört und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden. Für Jugendpflegerin Helena Schubert (im Bild rechts) war das nicht nur ein Job, sondern eine echte Herzensangelegenheit. Mit viel Leidenschaft und fachlicher Kompetenz hat sich die 27-Jährige in den vergangenen drei Jahren um die Jugendarbeit der Gemeinden Ensdorf, Rieden und Kümmersbruck gekümmert. Zum Jahresbeginn sind Rieden und Ensdorf nun aus Kostengründen aus dem Projekt ausgestiegen. In Kümmersbruck dagegen ist die Gemeindliche Jugendarbeit zu einer festen Größe geworden und läuft weiter mit neuem Gesicht: Sina Bender-Özavci (im Bild links) übernimmt die Stelle von Helena Schubert, die wiederum in das Team des Bildungshauses Kloster Ensdorf wechselt.

 Was Kinder und Jugendliche sich wünschen

„Als ich Ende 2018 angefangen habe, war die gemeinsame Jugendarbeit der Gemeinden ganz neu“, erinnert sich Helena Schubert. Als erstes war deshalb viel Netzwerken angesagt: Über Vereine, Schulen, den Kreisjugendring und viele weitere Akteure der Jugendarbeit hat die Pädagogin nachgefragt, was Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis sich eigentlich wünschen. „Manchmal habe ich Jugendliche auch direkt auf der Straße angesprochen.“

Die gesammelten Bedürfnisse und Ideen hat sie dann eingebracht in die Jugendarbeit der Gemeinden. Entstanden sind daraus Projekte wie ein gemeinsames Ferienprogramm, eine Zeitschrift für Kinder und Jugendliche mit Ideen gegen die Langweile im Corona-Lockdown oder eine Aktionswoche zur U18-Wahl an der Mittelschule in Ensdorf. Das am deutlichsten sichtbare Ergebnis von Helena Schuberts Arbeit ist jedoch das Jugendzentrum mit Skatepark in Kümmersbruck. „Es ist toll, dass die Gemeinde das möglich gemacht hat“, freut sich Helena Schubert. 

Hoffnung auf mehr reales Miteinander 

Ebenfalls davon begeistert ist ihre Nachfolgerin. Sina Bender-Özavci ist 29 Jahre alt, kommt aus Vilshofen bei Rieden und hat vor der Geburt ihrer heute 3-Jährigen Tochter in der Kinder- und Jugendhilfe in Schwandorf gearbeitet und sich ehrenamtlich um minderjährige Flüchtlinge gekümmert. „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche Anlaufstellen für ihre Fragen und Probleme haben und einen geschützten Raum, sich zu entfalten“, weiß die neue Jugendpflegerin aus ihrer bisherigen Arbeit. „Ich freue mich schon auf die Begegnungen in Kümmersbruck und hoffe, dass im Frühling und Sommer wieder mehr reales Miteinander möglich ist und wir viele spannende Projekte auf die Beine stellen können.“

Bildungshaus mit tollen Freizeitmöglichkeiten 

Auch ihre Vorgängerin Helena Schubert freut sich schon auf ihren neuen Einsatzbereich – ganz besonders auf die Gestaltung von Tagen der Orientierung. „Ich war als Schülerin selbst mehrmals bei TdOs und habe sehr gute Erinnerungen daran“, erzählt sie. Das Bildungshaus Kloster Ensdorf hat sie als „wirklich coolen Ort“ mit tollen Freizeitmöglichkeiten in der Natur kennengelernt. Deshalb möchte Helena Schubert zusammen mit dem Team des Bildungshauses vor allem die erlebnispädagogischen Angebote stärken und im Landkreis bekannter machen. Netzwerken und dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche sich wohlfühlen und in ihren Bedürfnissen ernst genommen werden, wird also weiterhin ihr Job bleiben – und eine Herzensangelegenheit.

 

Text: Claudia Klinger
Foto: Kloster Ensdorf