Kloster: Projekte
Bomben zu Friedensglocken
Zeitraum: 2012
Inhalte:
Das Kloster Ensdorf hatte im Zuge des Themas "Gewaltprävention" das Projekt „Friedensglocken“ angeregt. Immer wieder geschah es in Kriegszeiten, dass Kirchenglocken eingeschmolzen und zu Kriegswaffen wurden.
Wir haben nun nach dem Vorbild der Oase Steinerkirchen den umgekehrten Weg eingeschlagen. Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg wurden zu Glocken umgestaltet und erhalten eine neue Symbolik.
In Zusammenarbeit mit dem Beruflichen Schulzentrum Schwandorf wurden die Bombenreste restauriert. Eine europaweite Wirkung erhält die Aktion durch das Schulentwicklungsprojekt „Rechte Gewalt und ihre Prävention“. So hängen ähnliche Friedensglocken an der Berufsschule in Schwandorf, an der Landesberufsschule für das Gastgewerbe "Savoy" in Meran (Italien) und in der tschechischen Partnerschule der Berufsschule, dem Gymnasium Sokolov (Tschechien).
Seit 14. März 2012 haben zwei Friedensglocken im Park des Klosters Ensdorf einen gebührenden Platz erhalten.
Effekte:
Schlägt man eine Glocke an, wird sie in Schwingungen gebracht und sendet Wellen aus, die wahrnehmbar sind. Ebenso ist es in der Begegnung von Menschen. Nur wenn man offen ist für die Schwingungen, die von anderen ausgehen, sie an sich heran lässt, um seine eigene Seele davon in Schwingung bringen zu lassen, wird man in Beziehung zu den Mitmenschen treten können. Erst auf diese Weise ist es möglich, Vorurteile und Missverständnisse zu überwinden und einer Kultur des Miteinanders Raum zu geben.
Dokumentation:
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Grüne Kapelle
Zeitraum: 2004
Inhalte:
Darunter ist ein Meditations- und Gebetsraum unter freiem Himmel zu verstehen.
Die Anlage, Ausrichtung und Gestaltung berücksichtigen die vier Elemente. Als eine Oase der Ruhe lädt die „Grüne Kapelle“ die Gruppen des Bildungshauses, der Pfarrei, Wallfahrer und Wanderer zum Verweilen und Meditieren ein.
Die „Grüne Kapelle“ befindet sich an der der bestehenden Klostermauer (hinter der Mariengrotte), die von Putz befreit wurde und als Bruchsteinmauer erhalten bleibt. Die vorhandene Vegetation wurde zum Teil entfernt, der Boden entsiegelt und für die spätere Nutzung vorbereitet. Anschließend wurden Weidenstecklinge gepflanzt und passende Sitzgelegenheiten eingebracht.
Erde findet sich in verschiedenen Steinen und als Grundlage für die Pflanzen wieder. Eine Bruchstein(klage)mauer, eine Trockenmauer und Sitzsteine zeugen von Verschiedenheit in Aussehen, Größe und Konsistenz.
Wasser sprudelt ruhig aus dem zentralen Quellstein. Als Quell des Lebens steht es im Mittelpunkt. Der Quellstein ist auch als Altarstein zu verwenden.
Feuer kann in der Feuerschale zum Himmel empor steigen oder in Form einer Photovoltaikzelle, technisch gebunden, das Feuer der Sonne nutzbar machen.
Die
Luft spürt man durch den Wind, der durch die Blätter streicht und die bunt bemalten Fahnen bewegt.
Effekte:
Die Zielgruppen der religiösen Bildungsarbeit können mit den herkömmlichen Methoden der kirchlichen Jugendarbeit nur noch schwer begeistert werden. Eine gute Möglichkeit, junge Menschen an die Sinnfrage heranzuführen, ist die Schöpfung und damit die Umweltpädagogik. Pflanzen, Tiere und deren komplexe ökologische Abhängigkeiten und Zuordnungen, das Entstehen und die Endlichkeit von Leben können auf diese Art und Weise sehr gut begreiflich und nachvollziehbar gemacht werden. Die renaturierten Flächen und die Ausstattung der „Grünen Kapelle“ mit passenden Pflanzen, dem rustikalen Kreuz und die Symbolik (Gestaltungs)Elemente tun ein Übriges.
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SchöpfungsErleben Kloster Ensdorf
Zeitraum: seit 2003
Inhalte:
SchöpfungsErleben Kloster Ensdorf bündelt die Aktivivtäten der Umweltstation mit den (traditionellen) Werten des Klosters:
z.B. Entsiegelung von Flächen, Umstellung auf regionale und nachhaltige Energiequellen, Streuobstverwertung, Versorgung der Gäste aus regionalen/ökologischen Produkten, Lebens-Schöpfungs-Räume (s.o. Räumlichkeiten).
Das Herz des Projektes ist der Klosterpark. Hier findet sich der "Cool Water Fun Park" (die natürlich gestaltete Kneippanlage), das Klanghaus, der Niederseilgarten, die Grüne Kapelle, der Obst- und Kräutergarten und Deutschlands (wahrscheinlich) erstes „Hackschnitzel-Volleyballfeld“. Beispielhaft soll es skizziert werden...
Bisher spielten Kinder und Jugendliche auf einem Volleyball-Feld, das geteert war. Hohes Verletzungsrisiko, ein negatives Aussehen sowie eine vollkommene Versiegelung durch Teer machen diese Freizeitfläche zu einer minderwertigen Spielfläche.
Derartige Beispiele finden sich noch auf vielen Schulhöfen. Ein Beach-Volleyballfeld kommt aus Hygienegründen (ständig Sand im angrenzenden Haus) nicht in Frage.
Aufgrund guter Erfahrungen mit einem Hackschnitzelweg setzen wir eine (wahrscheinlich) deutschlandweit einzigartige Idee um, indem wir das Volleyballfeld mit Hackschnitzel bestücken (man kann dann mit und ohne Schuhe spielen, es gibt keine Probleme mit Sand, die Fläche ist weiträumig entsiegelt und das Material ist 100% biologisch erneuerbar) und können die hier gewonnenen Erfahrungen auch anderen Sanierern zur Verfügung stellen.
Effekte:
Das Resultat des Projekts ist eine den Zielgruppen und „Kunden“ maßgeblich mitgetragene nachhaltige Neuausrichtung des Klosters Ensdorf hin zu einem „grünen Kloster“.
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