Kloster Ensdorf
 

 

Wissenswertes aus dem Kloster

Bischof Frantisek Radkovsky beim Don-Bosco-Fest in Ensdorf - 31.01.2012 19:00

Seit 92 Jahren sind die Salesianer Don Boscos in Ensdorf. Seit 92 Jahren feiern sie rund um den Gedenktag des Ordensgründers, den 31. Januar, das Don Bosco Fest. Von 1920 bis 1967 war das Noviziat, in dem junge Männer in das salesianische Ordensleben eingeführt wurden. Danach stand die schulische Bildung im Mittelpunkt: Gymnasium und Internat genossen einen sehr guten Ruf. 1996 war auch diese Epoche zu Ende. Seit 1984 haben sich die Ensdorfer Salesianer v.a. verstärkt der Jugendbildung, der Umweltbildung und der musikalischen Förderung verschrieben.
Immer wieder wird das pädagogische Angebot den aktuellen Bedürfnissen der jungen Generation und der Gesellschaft angepaßt, ganz im Sinne des Heiligen Johannes Bosco.
Am Sonntag, 29.1.,  umrahmte die Gruppe „ConTakt“ aus Regensburg mit „frischem Wind“ und neuen geistlichen Liedern den Festgottesdienst, den Bischof Frantisek Radkovsky aus Pilsen in Konzelebration mit Klosterdirektor P. Christian Liebenstein, Pfarrer P. Hermann Sturm sowie den Patres Georg Kopic, Alfred Lindner, Harald Neuberg Josef Wenzl feierte. Die Erziehung Jugendlicher durch Don Bosco und die Salesianer stellte Bischof Frantisek Radkovsky in den Mittelpunkt seiner Predigt. Don Boscos erzieherische Methoden seien Inspiration auch für heute, erklärte er. „Die heutige Zeit hat andere Probleme als vor 150 Jahren“, stellte der Bischof fest. „Das massenhafte Auftreten von Relativismus, das nichts als definitiv anerkennt und als letzten Maßstab nur das eigene Ich mit seinen Gelüsten gelten lässt und unter dem Anschein von Freiheit für jeden zu einem Gefängnis wird, weil er einen vom anderen trennt und jeden erniedrigt, sich ins eigene ‚Ich‘ zu verschließen.“ Hier sei keine wahre Erziehung nicht mehr möglich. Deshalb sei es besonders wichtig, die Leute – besonders Jugendliche – „zum Licht der objektiven Wahrheit, also der Wahrheit Gottes zu führen und zu den Erfahrungen der Menschengemeinschaft. Er betonte, dass die Gefahr der offiziellen Erziehung zu diesem Individualismus im Namen falscher Freiheit und damit auch zur gegenseitigen Trennung und Atomisierung sehr groß sei „Was wir aber positiv bei uns erfahren: Es gibt neue, früher nicht bekannte Öffnung für das Religiöse“, stellte der Bischof fest.
Das war auch ein Anknüpfungspunkt zum anschließenden Stehempfang und der Ausstellung "Religion nebenan", bei der das religionsübergreifend deutlich wurde.
Die Don-Blaskapelle Ensdorf unter Leitung von Georg Bayerl unterhielt die Gäste mit schmissiger und zu Ehren des Bischofs aus Pilsen mit bähmischer Musik. Außerdem war Gelegenheit zu Gesprächen und gegenseitigen Kennenlernen. Auch Ehemalige waren der Einladung gefolgt und informierten sich über das aktuelle Leben im Kloster. (nach Hans Babl)



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Wie heisst der Ordensgründer der Salesianer?




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