Kloster Ensdorf
 

 

Wissenswertes aus dem Kloster

P. Georg Schachner feiert sein 50-jähriges Priesterjubiläum - 24.10.2011 12:00

„Man ist nicht vor Gott in Ordnung, weil man alle Gebote beachtet hat. Entscheidend ist, wie die Menschen die Liebe zu Gott, dem Nächsten und sich selber leben“ betonte in seinen Klosterdirektor P. Christian Liebenstein beim feierlichen Gottesdienst am Sonntag, mit dem  P. Georg Schachner sein 50-jähriges Priesterjubiläum feierte. Dies befreit vom kleinlichen Blick auf Gebote, so Liebenstein weiter, und fordere gleichzeitig zum „Mehr an Liebe“ heraus. Dieser Dreiklang der Liebe zu Gott, zum andern und zu sich selber, bewahrt davor, atemlos diesem „Mehr“ hinterher zu hecheln.
„Einer, der sich von diesem Mehr herausfordern hat lassen, war P. Georg Schachner“ betonte P. Christian Liebenstein. Er ging auf das Leben und Wirken des Jubilars ein, der den von der Don Bosco-Blaskapelle musikalisch umrahmten Gottesdienst.

Den anschließenden Empfang im Wittelsbachersaal eröffnete die Don Bosco-Blaskapelle unter Leitung von Georg Bayerl  mit dem „Military Escort.“ In der Zeit seines Wirkens in Ensdorf, hob Bürgermeister Markus Dollacker einleitend hervor, habe P. Georg Schachner, viele Freunde gewonnen. Jung geblieben sei der Jubilar bei seinem Wirken „in Ensdorf und draußen in der weiten Welt.“ Klosterdirektor P. Christian Liebenstein erinnerte daran, dass P. Georg Schachner in Ensdorf  Grundsteine gelegt habe.
„Ich fühle mich zurückversetzt in meine Ensdorfer Zeit“ dankte der Jubilar, der eigentlich sein Goldenes Priesterjubiläum in Kolumbien feiern wollte. Dies habe jedoch der Pfarrer von Schnaitsee nicht zugelassen und ihm den Flug bezahlt. Er kehre nach Kolumbien zurück, wo er auch als Militärseelsorger gewirkt habe. „Die Musik“, bekannte er, „ist immer der Schlüssel zu meiner seelsorgerischen Arbeit“ und dankte allen mit einem „Dios se lo paggne.“ Bürgermeister Markus Dollacker bat den Jubilar abschließen noch, sich ins Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. „ Con muchismo carino y un securdo agradable de mis unos en Ensdorf celebro aqui mis 50 anos de ordinacion sacerdotal. Gruß und Segen P. Georg Schachner“ steht nun dort zu lesen.

P. Georg Schachner. geboren am 31. Juli 1933 in Hermannstetten, Pfarrei Schnaitsee, lebte und wirkte von 1970 bis 1982 im Kloster Ensdorf. Mit den Schülern des Gymnasiums, einigen Salesianern und Ensdorfer Sängern baute er den Don Bosco-Chor auf und leitete die Don Bosco-Blaskapelle.  Er prägte damit das Bild des Klosters in der Öffentlichkeit, knüpfte viele Kontakte, die bis heute lebendig sind. Der Höhepunkt seiner Arbeit mit Chor und Orchester war ein Besuch bei Papst Johannes Paul II., vor dem sie auf dem Petersplatz und in Castel Gandolfo musizieren durften. 1982 kehrte P. Schachner nach Kolumbien zurück. Seiner missionarischen Berufung folgend, war er schon als 19-jähriger nach Kolumbien gegangen. Dort trat er bei den Salesianern ein, studierte Theologie und arbeitete neun Jahre als Priester und Musikpädagoge. Eine Krankheit zwang ihn, nach Deutschland zurück zu kehren kam nach seiner Genesung kam er nach Ensdorf. Sein Ruf in die Mission hat ihn jedoch nicht los gelassen, so dass er sich bereit erklärte, nochmals nach Kolumbien zu gehen. Nach seiner Rückkehr dorthin haben viele Freunde aus der Ensdorfer Zeit ihn und seine musikpädagogische und seelsorgliche Arbeit für junge Menschen unterstützt. Bis vor drei Jahren hat er Jugendliche musikalisch ausgebildet und die „Banda juvenil Don Bosco“ geleitet. Jetzt lebt er im „Unruhestand“ im Bischofshaus der Diözese Granada in Kolumbien.



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