Wissenswertes aus dem Kloster
Internationales Jugendworkcamp 2011 - 29.08.2011 08:00
Sinnvolles tun, Freunde aus aller Welt gewinnen und dabei auch noch Spaß haben, das wollen die Teilnehmer des internationalen Jugendworkcamps. Zum fünften Mal findet es zur Zeit in Kooperation zwischen Kloster Ensdorf und den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) statt. Aus Frankreich, Spanien, der Slowakei, der Ukraine, aus Russland, Süd-Korea, Japan und Deutschland stammen die 17 Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren. Campleiter sind die 20-jährige Kölnerin Anne Beyen und Vitali Ivanstov (22) aus Jkarkov in der Ukraine. Pater Harald Neuberger begleitete die Jugendlichen als Referent des Hauses der Begegnung und ist für die Freizeitgestaltung zuständig, Hausmeister Franz Bleicher führt die Arbeitsprojekte mit den Jugendlichen durch. International ist das tägliche Essen, da die Jugendlichen sowohl für die Zubereitung der Speisen als auch den Lebensmitteleinkauf selbst verantwortlich zeichnen. Die jeweilige Küchencrew wird im Losverfahren durch Ziehen gleichfarbiger Haribo-Bären, zusammengestellt: Ein Weg hin zu kulinarischer Völkerverständigung. Natürlich wird auch eifrig gearbeitet. So stellte Hausmeister Franz Bleicher mit den Jugendlichen stellvertretendem Landrat Franz Birkl und Sandra Rosenzweig vom ijgd-Bundesverein, den Ballfangzaun am Volleyballfeld vor. Um parkende Autos vor den Bällen zu schützen wurden fünf Bäume im klostereigenen Wald gefällt, entastet, entrindet und zwischen Volleyballfeld und Parkplatz im Boden verankert. Nun werden die mehr als fünf Meter langen Stämme mit Nylonschnüren kreuz und quer verbunden, das Ganze durch Knöterich begrünt. „Und im kommenden Jahr steht hier eine natürliche grüne Begrenzung“ mein Franz Bleicher, der auch überzeugt ist, „dass es kein Problem gibt, das man nicht lösen kann.“ Im Niederseilgarten wechselten die Jungen Männer und Frauen auch einen Balancierbalken aus, ein Monstrum von einem Baumstamm, den die Bayerischen Staatsforsten spendierten und dessen kostenlosen Transport aus dem Taubenbachtal das Holztransportunternehmen Schmid übernahm. Für die Grüne Kapelle, in der die vier Elemente Wasser, Feuer, Erde und Wind symbolisiert werden, haben, so Pater Neuberger, die Jugendlichen „interessante Ideen gefunden mit denen sie das Symbol Wind neu darstellen werden.“ Pater Neuberger sorgt dafür dass die Freizeitgestaltung nicht zu kurz kommt. So war bereits Schwimmen im Riedener Freibad angesagt, viel Spaß hatten die Jugendlichen bei einer Karibischen Nacht in der Eisdiele Rossini in Amberg. Neben Besichtigungen von Nürnberg und Amberg stehen auf dem Programm natürlich auch eine Kloster- und Kirchenführung in Ensdorf. Die Salesianer Don Boscos böten mit dem internationalen Workcamp, so Pater Neuberger, den Jugendlichen die Gelegenheit andere Kulturen, andere Musik, anderes Essen kennen zu lernen. Es würde miteinander diskutiert – „natürlich auf Englisch“ –,Sichtweisen gerade gerückt, mehr zum Thema Umweltschutz erfahren. Eine hervorragende Gelegenheit, fasste stellvertretender Landrat Franz Birkl zusammen, andere Kulturen kennen zu lernen, sich länderübergreifend auszutauschen, gemeinsam Projekten umzusetzen und dauerhafte Freundschaften zu schließen. (Hubert Söllner)
zurück zur Übersicht